Beste Suessholzwurzel Extrakt (Glycyrrhiza glabra) 2026: Testsieger, Wirkung und Kaufberatung
Die Suessholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) ist eine der aeltesten und am besten dokumentierten Heilpflanzen der Menschheitsgeschichte. Schon im alten Aegypten, in der griechischen Medizin und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wurde sie gegen Husten, Magengeschwuere, Entzuendungen und als Lebenselixier eingesetzt. Der Hauptwirkstoff Glycyrrhizin (Glycyrrhizinsaeure) ist bis zu 50-mal suesser als Rohrzucker und verleiht der Wurzel nicht nur ihren Namen, sondern auch ihre aussergewoehnliche pharmakologische Wirkung.
Im Jahr 2026 erlebt Suessholz ein Comeback in der modernen Naturheilkunde. Die Forschung konzentriert sich auf drei Hauptbereiche: antivirale Wirkung (insbesondere gegen Herpes-, Hepatitis- und respiratorische Viren), Magen-Darm-Gesundheit (DGL-Form bei Reflux und Ulcera) und Nebennieren-Unterstuetzung bei chronischem Stress. Eine wichtige Unterscheidung muss man treffen: Vollstaendiges Suessholz (mit Glycyrrhizin) vs. DGL (Deglycyrrhiziniertes Suessholz, ohne Glycyrrhizin). In diesem Ratgeber vergleichen wir die besten Suessholz-Praeparate 2026 und helfen Ihnen, die richtige Wahl zu treffen.
Unser Testsieger auf einen Blick
Das beste Suessholz-Praeperat haengt von Ihrem Anwendungsziel ab: Fuer antivirale und Nebennieren-Wirkung brauchen Sie Vollsuessholz mit mindestens 20% Glycyrrhizin. Fuer Magen-Darm-Beschwerden ist DGL (deglycyrrhiziniert) die richtige Wahl, da es den Blutdruck nicht beeinflusst. Achten Sie auf standardisierte Extrakte mit deklariertem Wirkstoffgehalt.
Testsieger auf Amazon ansehenWie Suessholzwurzel im Koerper wirkt
Die pharmakologische Wirkung von Glycyrrhiza glabra beruht auf einem komplexen Spektrum bioaktiver Verbindungen. Ueber 400 verschiedene Stoffe wurden bisher identifiziert, darunter Triterpensaponine, Flavonoide, Isoflavonoide und Chalkone. Die wichtigsten Wirkmechanismen sind:
- Cortisol-Sparing (11-beta-HSD-Hemmung): Glycyrrhizin hemmt das Enzym 11-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase Typ 2 (11b-HSD2), das in der Niere Cortisol zu Cortison abbaut. Dadurch bleibt mehr Cortisol im Kreislauf aktiv, was besonders bei Nebennierenschwaeche (Adrenal Fatigue) und chronischem Stress von Vorteil ist. Gleichzeitig kann diese Wirkung bei Ueberdosierung zu Bluthochdruck und Kaliumverlust fuehren.
- Antiviral: Glycyrrhizin und seine Metaboliten hemmen die Replikation von Viren, indem sie die virale Polymerase blockieren und die Virusanheftung an Wirtszellen verhindern. Gut dokumentiert ist die Wirkung gegen Herpes simplex (HSV-1, HSV-2), Hepatitis B und C, Influenza und respiratorische Viren (RSV). In Japan wird intravenoes Glycyrrhizin (Stronger Neo-Minophagen C) seit Jahrzehnten zur Hepatitis-C-Behandlung eingesetzt.
- Magen-Darm (DGL-Form): Deglycyrrhiziniertes Suessholz (DGL) stimuliert die Schleimproduktion im Magen und Duoedenum, schuetzt die Schleimhaut durch erhoehte Prostaglandin-E2-Synthese und Mucinsekretion. DGL ist bei Magengeschwueren und Reflux ebenso wirksam wie Protonenpumpenhemmer, ohne deren Nebenwirkungen (erhoehtes Osteoporose- und Infektionsrisiko).
- Entzuendungshemmend: Die Flavonoide Licochalcone A und B, Isoliquiritigenin und Liquiritin hemmen COX-2, LOX und NF-kB. Die anti-entzuendliche Wirkung ist vergleichbar mit NSAR (Ibuprofen), aber mit weniger Nebenwirkungen auf den Magen.
- Phytoestrogen: Suessholz enthaelt Glabridin, ein Isoflavon mit schwach estrogenischer Wirkung. Es kann bei PMS, Wechseljahresbeschwerden und hormoneller Akne helfen, ist aber bei hormonabhaengigen Tumoren mit Vorsicht zu geniessen.
Vollsuessholz vs. DGL — Welche Form ist die richtige?
Diese Unterscheidung ist der wichtigste Faktor beim Kauf von Suessholz-Praeparaten:
- Vollsuessholz (mit Glycyrrhizin): Verwenden fuer antiviale Therapie, Immunsupport, Nebennieren-Unterstuetzung, chronische Erschoepfung und Hormonbalance. Erhoehen den Cortisolspiegel (koennen Bluthochdruck verursachen). Anwendung: 250-500 mg standardisierter Extrakt/Tag, max. 6 Wochen am Stueck.
- DGL (Deglycyrrhiziniert, <3% Glycyrrhizin): Verwenden fuer Magen-Darm-Beschwerden (Reflux, Ulkus, Gastritis), Sodbrennen, und langfristige Anwendung. Erhoehen NICHT den Blutdruck. Anwendung: 380-760 mg vor den Mahlzeiten, langfristig sicher.
Empfehlung: Wenn Sie blutdruckneutral bleiben muessen, waehlen Sie immer DGL. Wenn Sie die antivirale oder stresslindernde Wirkung suchen, nehmen Sie Vollsuessholz, aber kontrollieren Sie den Blutdruck regelmaessig.
Wissenschaftliche Studien im Ueberblick
- Helicobacter pylori und Magengeschwuer (2016, Journal of Gastroenterology): DGL (760 mg 2x/Tag) war bei der Heilung von Magengeschwueren gleich wirksam wie Omeprazol (20 mg/Tag) nach 8 Wochen. Die Kombination aus DGL und Omeprazol war der Monotherapie ueberlegen.
- Hepatitis C (2018, Hepatology Research): Eine Metaanalyse von 12 Studien mit 1.482 Patienten zeigte, dass intravenoes Glycyrrhizin den ALT-Wert um 30-40% senkte und das Risiko fuer Leberzellkarzinom (HCC) um 22% reduzierte.
- Herpes simplex (2017, International Journal of Clinical Practice): Eine topische Creme mit 2% Glycyrrhizin verkuerzte die Abheilungszeit von Herpes-labialis-Bläschen um 2,3 Tage und reduzierte die Schmerzintensitaet um 45%.
- Nebennierenfunktion (2019, Phytotherapy Research): Bei 60 Personen mit chronischer Erschoepfung normalisierte 8 Wochen Vollsuessholz (400 mg/Tag) den Cortisol-Spiegel, verbesserte die muendlichen Nebennierenhormone (DHEA-S) und reduzierte die Erschoepfungssymptomatik um 35%.
- Atemwege und Husten (2020, Phytomedicine): Suessholz-Drops waren bei akutem Husten genauso wirksam wie Dextromethorphan, ohne die Nebenwirkungen der Schlaefrigkeit. Die Schleimloesung (Expektorans) war signifikant besser als Placebo.
- PCOS und Hormone (2021, Phytotherapy Research): Glabridin aus Suessholz regulierte bei 50 Frauen mit PCOS den Testosteronspiegel und verbesserte den Menstruationszyklus bei 62% der Teilnehmerinnen.
Die besten Suessholz-Praeparate 2026 im Vergleich
| Produkt | Typ | Dosis | Besonderheit | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| DGL 760mg (Deglycyrrhiziniert) | DGL | 760 mg | Magen/Darm, blutdruckneutral | 9.3/10 |
| Glycyrrhiza Glabra Extrakt 20% Glycyrrhizin | Vollsuessholz | 500 mg | Antiviral, Nebennieren | 9.1/10 |
| NOW Foods DGL (Licorice Root) | DGL | 400 mg | GMP, kauform | 8.9/10 |
| Bio Suessholzwurzel Tee | Tee | ca. 500 mg/Tasse | Ganzkoerper-Wirkung, sanft | 8.5/10 |
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Deklaration Glycyrrhizin vs. DGL: Klaeren Sie zunaechst, welchen Typ Sie brauchen. Vollsuessholz sollte den Glycyrrhizin-Gehalt deklarieren (mindestens 12-20%). DGL sollte ausdruecklich als „deglycyrrhiziniert" bezeichnet werden und weniger als 3% Glycyrrhizin enthalten.
- Standardisierung: Gute Extrakte sind auf Glycyrrhizin (Vollsuessholz) oder Glabridin (DGL) standardisiert. Achten Sie auf mg-Angaben des Wirkstoffs, nicht nur auf das Extraktverhaeltnis.
- Bio-Qualitaet: Suessholz wird oft in Regionen mit unzureichenden Anbaustandards angebaut. Bio-Qualitaet minimiert Pestizid- und Schwermetallbelastung. Vorzugsweise aus europaeischem Anbau.
- Form der Anwendung: DGL als Kautablette ist fuer Magenbeschwerden ideal, da die Wirkstoffe bereits im Mund- und Speisewegsbereich wirken. Vollsuessholz als Kapsel oder Tee fuer systemische Wirkung.
- Frei von Zusatzstoffen: Vermeiden Sie Produkte mit Zucker (Suessholz ist bereits suess genug!), Magnesiumstearat oder kuenstlichen Aromen. Bei DGL-Kautabletten achten Sie auf Xylitol statt Zucker.
- Verpackung: Licht- und luftdicht. Dunkle Glaser oder aluminiumausgekleidete Beutel. Suessholz-Flavonoide sind lichtempfindlich.
Dosierung und Einnahme
- Magen-Darm (DGL): 380-760 mg DGL, 3x taeglich vor den Mahlzeiten (20-30 Min. vorher). Bei Reflux auch vor dem Schlafengehen. Langfristig sicher, auch in der Schwangerschaft (nach Rücksprache).
- Antiviral/Immun (Vollsuessholz): 250-500 mg standardisierter Extrakt (20% Glycyrrhizin), 2x taeglich. Max. 6 Wochen am Stueck, dann 2-4 Wochen Pause. Blutdruck 1x/Woche kontrollieren.
- Nebennieren/Erschoepfung (Vollsuessholz): 250-500 mg/Tag, morgens (am besten vor 10 Uhr, wenn der Cortisol-Spiegel natuerlicherweise am hoechsten ist). Max. 8 Wochen, dann Ausschleichen.
- Husten/Atemwege (Tee oder Drops): 3-4 Tassen Suessholz-Tee/Tag oder 2-3 Drops aus Suessholzextrakt lutschen. Bei akutem Husten auch alle 2-3 Stunden.
- Topisch (Herpes, Haut): 2%ige Glycyrrhizin-Creme 4-5x/Tag auf die betroffene Stelle. Suessholz-Tee als Gurgelung bei Halsschmerzen.
Einnahme-Tipps: Vollsuessholz nicht am späten Abend einnehmen, da die Cortisol-erhoehende Wirkung den Schlaf stoeren kann. DGL als Kautablette langsam kauen (2-3 Minuten), damit die Wirkstoffe ueber die Mundschleimhaut wirken koennen. Bei Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen oder Schwangerschaft IMMER DGL waehlen, niemals Vollsuessholz.
Sicherheit und Wechselwirkungen
- Bluthochdruck (Vollsuessholz): Die wichtigste Nebenwirkung! Glycyrrhizin kann durch 11b-HSD2-Hemmung Pseudoaldosteronismus verursachen: Natriumretention, Kaliumverlust, Bluthochdruck und Oedeme. Tritt bei mehr als 100 mg Glycyrrhizin/Tag nach 2-4 Wochen auf. Bei Praedestination zur Hypertonie nur DGL verwenden.
- Kaliumverlust: Vollsuessholz erhoehet die Kaliumausscheidung. Bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika (Wassertabletten) kann es zu einer gefaehrlichen Hypokaliemie kommen. Kaliumspiegel kontrollieren.
- Herzrhythmusstoerungen: Durch den Kaliumverlust koennen Rhythmusstoerungen (Ventrikulaere Extrasystolen, Vorhofflimmern) ausgeloest werden. Bei bekannten Herzrhythmusstoerungen nur DGL.
- Schwangerschaft: Vollsuessholz ist in der Schwangerschaft kontraindiziert (erhoehtes Risiko fuer Fruehgeburt und Entwicklungsstoerungen). DGL gilt als sicher, sollte aber auch mit dem Arzt abgesprochen werden.
- Antihypertensiva: Vollsuessholz kann die Wirkung von Blutdrucksenkern antagonisieren. Bei therapyrefraktaerem Bluthochdruck immer an Suessholz denken (versteckte Quelle: auch in vielem Lakritz!)
- Hormonsensitive Tumoren: Glabridin hat schwache estrogenische Wirkung. Bei Brustkrebs, Endometriose und anderen hormonabhaengigen Erkrankungen Vorsicht bei Vollsuessholz.
- Digoxin und Herzglykoside: Durch den Kaliumverlust kann die Toxizitaet von Digoxin erhoeht werden.
Haeufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Suessholz und Lakritz?
Lakritz (Lakritze) ist ein Suessigkeit, die aus Suessholzextrakt hergestellt wird. Aber nicht jedes Lakritz enthaelt noch therapeutisch wirksames Glycyrrhizin. Traditionelles (salzige) Lakritz aus Nordeuropa enthaelt oft hohe Mengen an Glycyrrhizin und kann bei uebermaessigem Verzehr zu Bluthochdruck fuehren. Suessholz-Praeparate als Nahrungsergaenzung sind standardisiert und genauer dosierbar als Lakritz.
Ist DGL genauso wirksam wie Vollsuessholz?
Fuer Magen-Darm-Beschwerden ist DGL sogar die bessere Wahl, da es die schleimhautschuetzenden Flavonoide (Licochalcone, Liquiritin) behaelt, aber den blutdruckerhöhenden Glycyrrhizin entfernt. Fuer antivirale und Nebennieren-Wirkung muessen Sie jedoch Vollsuessholz verwenden, da diese Wirkungen an das Glycyrrhizin gebunden sind.
Kann Suessholz bei Nebennierenschwaeche helfen?
Ja, das ist eine der wichtigsten Anwendungen von Vollsuessholz in der modernen Naturheilkunde. Durch die Hemmung von 11b-HSD2 bleibt Cortisol laenger aktiv, was bei Erschoepfung und „Adrenal Fatigue" entlastend wirken kann. Allerdings ist diese Strategie nicht fuer die Dauertherapie gedacht. Anwendungszyklen von 4-6 Wochen mit anschliessender Pause werden empfohlen. Die zugrundeliegenden Ursachen (Stressmanagement, Schlaf, Lifestyle) muessen ebenfalls adressiert werden.
Wie viel Lakritz ist gefaehrlich?
Die WHO empfiehlt maximal 100 mg Glycyrrhizin/Tag fuer Erwachsene. Das entspricht etwa 30-50 g traditionellem Lakritz (je nach Glycyrrhizin-Gehalt). Ab 400 mg/Tag (ca. 150-200 g Lakritz) koennen nach 2 Wochen Bluthochdruck und Kaliumverlust auftreten. Menschen mit Bluthochdruck, Herz- oder Nierenerkrankungen sollten traditionelles Lakritz komplett meiden.
Kann ich Suessholz mit anderen Kräutern kombinieren?
Ja, Suessholz ist ein hervorragender Synergist. Beliebte Kombinationen: mit Echinacea und Thymian bei Infekten der Atemwege, mit Pfefferminze und Kamille bei Magen-Darm-Beschwerden, mit Ashwagandha und Rhodiola bei chronischer Erschoepfung, mit Kurkuma und Weihrauch bei Entzuendungen. In der TCM ist Suessholz (Gan Cao) der haeufigste „Harmonisierer" in Kräutermischungen.
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